Newsnational Montag, 30.09.2019 |  Drucken


ZdK Präsident Thomas Sternberg Quelle: https://www.zdk.de/
ZdK Präsident Thomas Sternberg Quelle: https://www.zdk.de/

Entschieden gegen die "Dämonisierung" des Islams

Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, sieht die Christen in einer besonderen Verantwortung, Islamfeindlichkeiten entgegenzutreten.

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, sieht die Christen in einer besonderen Verantwortung, Islamfeindlichkeiten entgegenzutreten.
"Gerade wir Christen, die wir im Glauben wurzeln, müssen Religionsdialoge führen - vor allem wenn wir merken, dass es in unserem Umfeld Ängste vor dem Islam gibt", sagte Sternberg am Freitagabend in Prag. "Sonst könnte eine Stimmung hochkochen, die wir nicht mehr einfangen können." Eindringlich rief er dazu auf: "Halten Sie dagegen, wenn der Islam pauschal dämonisiert wird."

Mit Blick auf die Flüchtlingspolitik sagte Sternberg: "Ich bin sehr stolz und froh darüber, dass für die deutsche Regierung die Frage der Flüchtlinge auch immer eine humanitäre Frage ist und nicht nur eine finanzielle oder eine Frage der inneren Sicherheit."
Er betonte: "Kein Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland hätte im Sommer 2015 sagen können, wir lassen die Grenzen zu. Die Öffnung der Grenze 2015 halte ich bis heute für einen hoch humanen Akt."

Zugleich sei es eine dringliche Aufgabe, auch für das Zentralkomitee der Katholiken, sich damit auseinanderzusetzen, inwiefern etwa das europäische Wirtschaftssystem und Konsumverhalten damit verbunden seien, "dass Menschen in ihren Heimatländern allen Anstrengungen zum Trotz kein lebenswürdiges Leben führen können und deshalb auch unter lebensgefährlichen Bedingungen den Weg nach Deutschland antreten".

Sternberg äußerte sich bei einer Begegnungsreise des Katholischen und des Evangelischen Büros in Sachsen sowie der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen anlässlich der friedlichen Revolution vor 30 Jahren der damaligen DDR gegen die Sowjet-Union.



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