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Montag, 12.08.2019


Angriffe auf Muslime und Moscheen – Muslimfeindlichkeit nimmt immer mehr zu

Angesichts der verstärkt bedrohlichen Ereignisse gegen Muslime und Moscheen fordert der Zentralrat der Muslime verstärkte Sicherheitsmaßnahmen.

Berlin - Im Jahr 2018 sind in Deutschland 48 Moscheen zum Ziel von islamfeindlichen Angriffen geworden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor. Demnach handelte es sich bei 41 Taten um politisch rechts motivierte Straftaten, ein weiterer Fall fiel in den Bereich der "politisch motivierten Kriminalität - Ausländische Ideologie". Sechs Straftaten konnten nicht zugeordnet werden. Im Jahr 2019 dürfte nach Information des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) die Anzahl von Angriffen und Übergriffen auf Moscheen und Muslimen deutlich zugenommen haben.

Vor einigen Wochen sprach der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek von einer neuen Dimension militant-extremistischen Muslimfeindlichkeit welche speziell durch die vermehrten Angriffe auf Muslime Schändungen von Moscheen und dem Koran und Bombendrohungen gegen Moscheen im letzten Monat in Erscheinung traten. Gerade in der letzten Woche wurden zwei Musliminnen Opfer von islamfeindlichen Angriffen in Berlin. Doch diese sind keine Einzelfälle. Mazyek sieht die Bundesrepublik und die zuständigen Sicherheitsbehörden nun in der Verantwortung seine muslimischen BürgerInnen und seine religiösen Gebetsstätten zu schützen.

(KNA/Eigen)