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Mittwoch, 24.10.2018

UN warnen vor extremer Ausweitung der Hungersnot im Jemen

Im Jemen könnten schon bald 14 Millionen Menschen - die Hälfte der Bevölkerung - von Hunger betroffen sein.

New York (KNA/eigene) Im Verlauf eines Jahres seien allein fast 50.000 Kinder an den Folgen von Unterernährung in dem Bürgerkriegsland gestorben, sagte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock am Dienstag (Ortszeit) im UN-Sicherheitsrat in New York. Er rief die Weltgemeinschaft zu einer drastischen Verstärkung der Hilfen für die notleidenden Menschen auf. Die unmittelbar bevorstehende Hungersnot könne "größer sein als alles, was die Experten auf diesem Gebiet in ihrem Arbeitsleben bislang erlebt haben".

Zudem forderte Lowcock die Konfliktparteien in dem südarabischen Land zur sofortigen Einstellung ihrer Kampfhandlungen rund um lebenswichtige Infrastruktureinrichtungen auf sowie zu Verhandlungen für ein baldiges Ende des Krieges. Lowcock zufolge koordinieren die Vereinten Nationen derzeit Hilfe für acht Millionen Menschen. Es müsse dringend zu einer humanitären Feuerpause kommen.

Im Jemen, dem ärmsten Land der arabischen Halbinsel, liefern sich seit Jahren Huthi-Rebellen und die Zentralregierung einen Machtkampf. Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition fliegt seit 2015 Luftangriffe gegen die Rebellen und unterstützt die Zentralregierung. Weitere arabische Staaten - etwa die Vereinigten Arabischen Emirate - sowie die USA, Großbritannien und Frankreich sind ebenfalls beteiligt. Der Iran unterstützt die Huthi.