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Montag, 22.10.2018

Interreligiöses Zentrum fordert Aufklärung im Fall Kashoggi

Das "König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog" (KAICIID) hat sich besorgt über den Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gezeigt.

Wien (KNA) "Wir hoffen, dass eine transparente Untersuchung die Wahrheit ans Licht bringen wird und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden", teilte die internationale Organisation am Sonntag in Wien mit.

Kashoggis Angehörigen und Freunden sprach das Zentrum sein Beileid aus und bekräftigte die Verurteilung jeder Form von Gewalt. Die Organisation wurde 2012 von Österreich, Spanien und Saudi-Arabien gegründet und größtenteils von Saudi-Arabien finanziert; der Heilige Stuhl ist Ständiger Beobachter der Einrichtung.

Saudi-Arabien hatte am Samstag nach massivem internationalen Druck mitgeteilt, dass der regimekritische Journalist Anfang Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul unter noch ungeklärten Umständen ums Leben gekommen sei. Die Rede war von einer Schlägerei mit mehreren Beteiligten. Unter anderem kommentierten Großbritannien, Deutschland, die USA und die Europäische Union die Darstellung mit Zweifel und Beunruhigung. In Deutschland wurden Forderungen an die Bundesregierung laut, Rüstungsexporte an Saudi-Arabien zu stoppen.

Das "König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog" wird von einem multireligiösen Direktorium geleitet, dem Vertreter von Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum angehören. Die katholische Kirche ist durch den Sekretär des Päpstlichen Rates für interreligiösen Dialog, Bischof Miguel Ayuso, vertreten.