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Montag, 03.09.2018


Terrorist des Bomben-Attentats auf Dresdner Moschee verurteilt

ZMD begrüßte das Urteil, auch wenn es im Maß hinter den Erwartungen der Bundesanwaltschaft liegt: "Es wichtig, dass dieses Zeichen aus Sachsen in diesen Tagen kommt."

Dresden - Wegen versuchten Mordes, der Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen und versuchter besonders schwerer Brandstiftung muss der 31 Jahre alte Täter für knapp zehn Jahre in Haft.

Während des Prozesses hatte der Angeklagte ein Teilgeständnis abgelegt. Er hatte am 26. September 2016 vor der Fatih-Camii-Moschee selbst gebaute Sprengsätze gezündet. Der Imam und seine Familie befanden sich in dem Gebäude, blieben aber unverletzt.

Anschließend löste der Täter am Dresdner Kongresszentrum ebenfalls eine Explosion aus. Beide Anschläge erfolgten kurz vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit. Der Mann hatte sich zuvor auch an Pegida-Demonstrationen beteiligt.

Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman A. Mazyek, begrüßte das Urteil - "auch wenn es im Maß hinter den Erwartungen der Bundesanwaltschaft liegt und nach unserer Sicht noch deutlicher hätte ausfallen können". Der Rechtsstaat müsse sich gerade in diesen Tagen wehrhaft zeigen, so Mazyek. "Es wichtig, dass dieses Zeichen aus Sachsen kommt, auch wenn der Anlass dieses Urteils mehr als beunruhigend ist und die Ursachen der Bedrohung noch nicht überwunden sind.“