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Leserbriefe

Donnerstag, 30.07.2009



H. schrieb:
Gedicht: "Mein Kopftuch"

Man sagt, ich sei nicht frei,
man sagt, ich sei des Rechtes beraubt,
man sagt, dass ich unglücklich sei,
weil ich bedecke mein Haupt.

Man sagt, ich werde geschlagen,
man sagt, ich grenze mich aus,
man sagt, ich soll was sagen,
diese Vorwürfe halte ich nicht aus.

Meine Freiheit wurde mir geraubt,
doch mein Kopftuch war es nicht,
ein Staat der rechte Politik erlaubt,
ist mehr als ein Schlag ins Gesicht.

Meine Rechte wurden mir entrissen,
doch meine Religion ist es nicht,
Medien vermitteln falsches Wissen,
doch bemerken tut ihr’s nicht.

Mein Glaube an die Menschheit,
nichts mehr als ein Haufen Scherben,
wieso mangelt es an Gerechtigkeit,
wieso müssen wir in Hass leben und sterben?

‚Sapere aude!’ hiess es vor 200 Jahren,
‚Sapere aude!’ heisst es auch heut’
wieso sind wir uns nicht darüber im klaren,
wieso warten bis es wieder jeder bereut?

Ich verstehe die Gesellschaft nicht,
in der eine Frau erstochen wird,
in den Medien kein einziger Bericht,
und niemand der sich deswegen rührt.

Ich bin voller Trauer, und Hass zugleich,
über die Unterdrückung so vieler,
diese Gesellschaft ist anscheinend reich,
an Politikern- die besseren Schauspieler.